Pressemitteilung vom 05.10.2018

Friedensnobelpreis: Glückwunsch an Nadia Murad und Denis Mukwege

Zur Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises an Nadia Murad und an Denis Mukwege erklären die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter:

Wir gratulieren Nadia Murad und Denis Mukwege zur hochverdienten Auszeichnung. Die Verleihung ist ein starkes Signal dafür, dass die Weltgemeinschaft sexuelle Gewalt als „billige Kriegswaffe“ endlich scharf verurteilen muss.

Mit großem Mut hat Nadia Murad Bassee sich aus der Gefangenschaft des ISIS befreit. Beeindruckend und mutig ist auch ihr Bruch mit dem Schweigen über sexuelle Gewalt und ihr Einsatz als weltweite Stimme der von ISIS verschleppten und sexuell versklavten Jesidinnen, nachdem sie im Rahmen des baden-württembergischen Sonderkontingents nach Deutschland kam. Sie gibt allen Frauen, die ihre Rechte verteidigen, Ansporn und Hoffnung. Dafür gebührt ihr unser aller Dank.

Auch die Arbeit des kongolesischen Arztes Denis Mukwege verdient höchste Anerkennung. Mukwege engagiert sich seit Jahrzehnten für Frauen und Mädchen, die Opfer von sexueller Gewalt im Kongo wurden. Er hat damit denjenigen eine Stimme gegeben, deren Schicksale in kriegerischen Konflikten meist im Verborgenen bleiben.

Das Nobelkomitee setzt mit der Auszeichnung ein Signal zum Handeln an die Internationale Gemeinschaft. Es ist gut, dass die Bundesregierung dieses Thema auf ihre Agenda für den nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat gesetzt hat. Es braucht eine politische Initiative in den Vereinten Nationen, um den Schutz von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten weiter zu stärken.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher