Pressemitteilung vom 13.09.2021

Höchste Zeit für Recht auf Homeoffice

Zur aktuellen Yougov-Umfrage, nach der 71 Prozent der Befragten auch nach der Pandemie weiter im Homeoffice arbeiten wollen, erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

Es ist höchste Zeit, dass endlich ein Recht auf Homeoffice gesetzlich verankert wird. Die bisherige Bundesregierung hat es sträflich vernachlässigt, ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen. Dabei braucht der digitale Schub, der durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde, Regeln, mit deren Hilfe Beschäftigte geschützt werden. Denn Homeoffice muss freiwillig sein und die Arbeit zu Hause sollte im Wechsel mit der Arbeit im Büro stattfinden, damit Beschäftigte sichtbar bleiben, wenn es um Fortbildungen oder Beförderungen geht. Zugleich muss es immer ein Rückkehrrecht aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz geben. Es muss klar sein, dass Arbeitszeit nicht entgrenzen darf und Beschäftigte nicht ständig erreichbar seien können.

Viele Beschäftigte haben die Arbeit von zu Hause aus inzwischen schätzen gelernt, denn sie bietet ihnen mehr Zeitsouveränität. Gleichzeitig ist die Arbeit im Homeoffice aktiver Klimaschutz, der die Gesellschaft wenig kostet. Notwendig ist deshalb ein Gesetz, das ein Recht auf Homeoffice und mobiles Arbeiten regelt, die Beschäftigten so im Homeoffice besser schützt und damit indirekt auch dem Klimaschutz dient. Diese Chance hat die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode jedoch verpasst.

Foto von Beate Müller-Gemmeke MdB
Beate Müller-Gemmeke
Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik Koordinatorin Gewerkschafts- und Sozialbeirat