Pressemitteilung vom 04.09.2018

Klimagipfel in Bangkok: Verschärfung der Klimakrise erfordert Dringlichkeitssitzung

Zur Konferenz der Vereinten Nationen in Bangkok, die die diesjährige Klimakonferenz in Kattowitz vorbereiten soll, erklärt Lisa Badum, Sprecherin für Klimaschutz:

Wenn der Vorsitzende der UN-Konferenz, Fidschis Ministerpräsident Frank Bainimarama, den eigentlich als Nachbereitungskonferenz zu Bonn gedachten Gipfel zu einer globalen Dringlichkeitssitzung hochstuft, hat er Recht. Die Eisschilde der Pole schmelzen rasant, der Meeresspiegel steigt nach jüngsten Messungen schneller als erwartet, und in allen Ländern der Erde ist in den letzten Jahren ein eindeutiger Temperaturtrend Richtung Erwärmung zu verzeichnen.

Es ist also nur folgerichtig, wenn die auf der Konferenz in Bonn zur Nachschärfung angekündigten höheren nationalen Klimaschutzbeiträge, die so genannten NDCs, zu denen auch die Beiträge der EU als Ganzes zählen, nun schneller und ambitionierter ausgestaltet werden müssen. 

Doch von derlei Anstrengungen ist bei der Bundesregierung keine Spur. Im Gegenteil: Kaum verkündet die EU-Kommission zaghaft ein leicht erhöhtes Klimaziel für 2030, auch um vor der Weltgemeinschaft in Kattowitz nicht blank dazustehen, sabotiert Deutschland wieder alle Bemühungen. Kanzlerin Merkel und leider auch Umweltministerin Schulze kanzeln diesen notwendigen Schritt unter der Überschrift „immer neue Ziele“ ab.

Um unbequemen Debatten mit der Anti-Klima-Lobby, vor allem im Verkehrsbereich und in der eigenen Koalition auszuweichen, nehmen sie lieber in Kauf, dass Inselstaaten und Küsten weltweit weiter in Bedrängnis geraten und Zentimeter für Zentimeter für immer weiter verschwinden.

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