Pressemitteilung vom 05.06.2019

Klimakrise erhöht Waldbrandgefahr – wir brauchen den Waldumbau!

Zu den Waldbränden in Teilen Deutschlands erklären Harald Ebner, Sprecher für Waldpolitik, und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Es ist alarmierend, dass bereits zu Beginn des Sommers vielerorts erneut die höchsten Gefahrenstufen für Waldbrände ausgerufen werden. Waldbrände haben bereits im vergangenen Hitzesommer riesige Waldflächen in ganz Europa zerstört und dramatische ökologische Schäden hinterlassen. Die Klimakrise stellt den Waldschutz und dessen Nutzung vor neue Herausforderungen, die dringend gelöst werden müssen.

Zur Waldbrand-Prävention gehören Vorsorgemaßnahmen wie Schutzstreifen und Waldbrandriegel. Vor allem aber auch der Umbau von Monokultur-Nadelwäldern hin zu naturnahen Mischwäldern, die weniger brandgefährdet und außerdem ökologisch viel vorteilhafter sind. Neben der Gefahr für Leib und Leben und wirtschaftlichem Verlust ist es auch schlecht für Umwelt und Klima, wenn große Waldflächen den Flammen zum Opfer fallen. Es ist ein Teufelskreis: weniger Wald bedeutet auch verschärfte Klimakrise und dadurch wiederum noch mehr Waldbrandgefahr.

Wälder sind vielfältige Lebensräume und bedeutende Kohlenstoffspeicher und damit Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise und das Artensterben. Doch die Klimakrise erhöht auch die Waldbrandgefahr. Wir müssen vorbeugen, aber auch für den Ernstfall gerüstet sein. Für große Waldbrände brauchen wir ausreichende Spezialisten mit entsprechender Spezialausbildung, gute Ausrüstung und eine bundesweite Koordination.

  

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

 

Harald Ebner
Sprecher für Waldpolitik Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik
Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik