Pressemitteilung vom 11.12.2019

Klimaschutz muss im Tourismus mitgedacht werden

Zum heutigen Internationalen Tag der Berge erklärt Markus Tressel, Sprecher für Tourismuspolitik sowie Ländliche Räume und Regionalpolitik:

Die Mittelgebirge und die Alpen gehören zu den beliebtesten Reisezielen in Deutschland, ob im Sommer oder Winter. Doch die Klimakrise schreitet gnadenlos voran und in den Bergen verändern sich die Temperaturen um ein Vielfaches schneller als anderswo. Gerade in den Alpenregionen sind deswegen Skigebiete vom Schneerückgang betroffen und die Tourismusbranche greift vermehrt auf Technologien wie künstliche Beschneiung zurück und weicht mit neuen Skigebieten immer weiter in höhere Lagen aus. Landschaft und Artenvielfalt sind unübersehbar davon betroffen.

Klima- und Naturschutz in den Bergen muss deshalb viel stärker in den Mittelpunkt rücken. Wir brauchen alternative Tourismuskonzepte und deren Förderung durch die Politik. Die Bundesregierung muss sich in der Nationalen Tourismusstrategie klar zu klimaschonenden Tourismusprojekten bekennen, denn Tourismus darf nicht auf Kosten der Umwelt betrieben werden. Eine intakte Natur und Naturschutz sollten als wesentlicher Beitrag zur Tourismusqualität und allgemein zur Lebensqualität in der Tourismusstrategie festgeschrieben werden.

Wir fordern, dass öffentliche Fördermittel ausschließlich für Tourismusprojekte ausgegeben werden, die sich zentral am Klima- und Umweltschutz orientieren. Dafür benötigen wir eine sehr viel bessere Grundlagenforschung. Die Erforschung touristischer Regionen, insbesondere der Bergregionen, muss eine verpflichtende Aufgabe der Bundesregierung werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Markus Tressel
Sprecher für Ländliche Räume und Regionalpolitik Sprecher für Tourismuspolitik