Pressemitteilung vom 13.03.2020

Konfliktbarometer: Kapazitäten für Zivile Krisenprävention erhöhen

Anlässlich des heute erscheinenden Konfliktbarometers des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung (HIIK) erklärt Ottmar von Holtz, Sprecher für Zivile Krisenprävention:

Für viele bewaffnete Konflikte ist weiterhin kein Ende in Sicht. Im Konfliktbarometer präsentiert das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) jährlich seine Forschungsergebnisse und zeichnet für dieses Jahr erwartungsgemäß kein positives Bild.

Deshalb gilt umso mehr, dass Deutschland sein ziviles Engagement deutlich spürbarer ausbauen muss. In den letzten Jahren hat sich viel getan, doch die Kapazitäten in den einzelnen Projekten und in den Ministerien hinken noch weit hinter dem friedenspräventiven Image her, welches Deutschland weltweit derzeit für sich aufbauen möchte.

Denn der Instrumentenkasten im Bereich Zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung ist zwar groß und die zivilgesellschaftlichen Organisationen sind sehr aktiv.

Doch es mangelt an Geldern für mehr Personal. Es gibt ärgerliche zuwendungsrechtliche Hürden, die viel zu starr sind für den Kontext von bewaffneten Konflikten - dabei brauchen die Partnerorganisationen verlässliche Unterstützung durch die Bundesregierung. Die Absprache zwischen den Ressorts ist weiterhin immer wieder holprig. Übergreifende Themen wie Klimawandel werden nicht ausreichend mitgedacht. Die Behandlung von Spätfolgen durch Trauma und psychische Belastung ist unterfinanziert.

All dies zeigt: wer A sagt, muss auch B sagen. Denn Friedensarbeit bedeutet langfristiges und umfangreiches Engagement, welches konsequente und vollständige Unterstützung braucht. Das zahlt sich dann auch aus.

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