Statement vom 02.08.2019

Kontrastmittel

Zu den Berichten über hohe Zusatzgewinne für Radiologinnen und Radiologen durch Kontrastmittel erklärt Kordula Schulz-Asche, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit:

"Allen Beitragszahlenden entsteht ein schwerer Schaden, wenn Radiologinnen und Radiologen horrende Zusatzgewinne durch den Einsatz von Kontrastmitteln machen können. Der Bundesrechnungshof sollte deshalb aufhorchen, sind doch neben Versichertenbeiträgen auch Steuermittel im Gesundheitsfonds enthalten. Zudem muss geklärt werden, ob nicht nur unethisches, sondern auch kriminelles Verhalten vorliegt, wenn vermehrt Kontrastmittel ohne medizinisch-relevanten Grund zum Einsatz kommen.

Wir wollen, dass Ausschreibungen für Kontrastmittel bundesweit gängige Praxis werden, weil dies bekanntlich den Einsatz von nicht unbedenklichen Kontrastmitteln halbiert. Wir fordern zudem die Bundesregierung auf, für eine rasche und lückenlose Aufklärung zu sorgen, ob Menschen gesundheitlich geschädigt wurden. Jetzt ist es an der Zeit, mehr Preistransparenz zu schaffen, Wirtschaftlichkeitspotenziale im Sinne der Beitragszahlenden zu erschließen und eine derartige Mauschelei zu beenden."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher