Pressemitteilung vom 12.11.2020

Landminen bergen auch nach Jahrzehnten tödliche Gefahren

Zu den am Donnerstag veröffentlichten Opferzahlen durch Anti-Personen-Minen erklärt Katja Keul, Sprecherin für Abrüstungspolitik:

Das Verbot von Landminen durch den Ottawa-Vertrag von 1997 ist weltweit ein großer Erfolg, um den Tod und die schrecklichen Verstümmelungen von Zivilist*innen und insbesondere auch Kindern zu vermeiden.
Trotz dieser Bemühungen sterben aber auch mehr als 20 Jahre nach dem Inkrafttreten des Verbots von Landminen leider noch viel zu viele Menschen durch die verheerenden Schäden, die Anti-Personen-Minen anrichten können. Diese Minen, die bei der kleinsten Berührung explodieren können, verlieren auch Jahrzehnte nach einem Konflikt ihre Gefährlichkeit nicht und gehören zu den grausamsten und unberechenbarsten Waffen dieser Welt.
Nach der Abwahl Donald Trumps, der im Februar diesen Jahres angekündigt hatte, Landminen künftig wieder einsetzen zu wollen, werden die USA hier hoffentlich eine Kehrtwende machen.
Der Erfolg des Vertrages, der aufgrund einer zivilen Kampagne zustande kam, hat gezeigt, dass ein UN-Vertrag auch Wirkung auf Nicht-Vertragsstaaten entfalten kann und ist daher auch ein gutes Zeichen für den kürzlich in Kraft getretenen Atomwaffenverbotsvertrag.
Der Kampf gegen die Herstellung, Lagerung, den Einsatz und die Weitergabe von Anti-Personen-Minen ist erst dann endgültig beendet, wenn kein einziger Mensch mehr durch diese Waffen sterben muss.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Katja Keul MdB
Katja Keul
Sprecherin für Rechtspolitik Sprecherin für Abrüstungspolitik