Pressemitteilung vom 24.04.2019

Malaria: Weltweit sind Millionen Menschen bedroht

Zum internationalen Malaria-Tag erklärt Ottmar von Holtz, Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Mitglied im Unterausschuss Globale Gesundheit:

Der Welt-Malaria-Tag ist einer von unzähligen internationalen Gedenktagen, die man schon wegen ihrer Vielzahl gedanklich gerne abhakt. Doch wir sollten diesen Tag nutzen, uns die Zahlen zu Malaria vor Augen zu führen, kurz innezuhalten und darüber nachzudenken, was sie bedeuten. Denn die Zahlen sind erschreckend. 1200 Tote fordert diese Krankheit - pro Tag. Besonders betroffen ist dabei der afrikanische Kontinent. 70 Prozent der Opfer sind Kinder unter fünf Jahren. Und seit Jahren stagnieren diese Zahlen. Sie zeigen: Wir müssen den Kampf gegen vermeidbare Krankheiten entschlossener führen. Die Bundesregierung muss mehr in Forschung und Prävention, in Diagnostik und Behandlung von Malaria investieren.

Die Bekämpfung der von Mücken übertragbaren Krankheit steht an einem Scheideweg. In der Vergangenheit haben imprägnierte Moskitonetze und Malaria-Medikamente maßgeblich zur Eindämmung beigetragen. Doch zunehmende Resistenzen gegen die Insektizide und Medikamente bedrohen die Erfolge erheblich. Steigende Infektionszahlen sind ein Weckruf und zeigen: Die internationale Gemeinschaft darf die betroffenen Länger nicht mit dem Problem alleine lassen.

Entscheidend ist auch, die Bildungssysteme in den betroffenen Ländern zu stärken. Es ist wichtig, über die Ursache von Malaria und die Präventionsmöglichkeiten aufzuklären. Am besten erreicht man dafür Kinder in der Schule. Auf den Lehrplan gehört eine einfache Botschaft: Der beste Schutz vor der Krankheit ist immer noch, Mückenstiche zu vermeiden. Das geht mit simplen, aber konsequent umgesetzten Maßnahmen: keine offenen Wasserstellen, in denen die Mücken ihre Eier legen können, unter einem Moskitonetz schlafen und die Haut möglichst flächendeckend mit heller Kleidung bedecken. Medikamente müssen vorschriftsmäßig eingenommen werden, damit keine Resistenzen entstehen. Wir fordern die Bundesregierung auf, den Einsatz gegen vermeidbare Krankheiten wie Malaria, HIV und Tuberkulose auf allen Ebenen zu verstärken.

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