Pressemitteilung vom 26.09.2019

Nachhaltige Finanzprodukte

Zur Einigung im EU-Rat auf einheitliche Kriterien für nachhaltige Investments erklärt Lisa Paus, Sprecherin für Finanzpolitik:

Ein grünes Siegel für Atomkraft darf es nicht geben. Wo Nachhaltigkeit draufsteht, muss auch Nachhaltigkeit drin sein. Hohe Standards für grüne Geldanlagen sind die Voraussetzung für mehr Nachhaltigkeit auf den Finanzmärkten. Alles andere untergräbt das Vertrauen in grüne Finanzprodukte und öffnet Greenwashing Tür und Tor.

Besonders wichtig ist auch, dass nicht nur die grüne Nische reguliert wird. Alle Finanzmarktakteure sollten die Klima- und Umweltauswirkungen ihrer Investitionen offenlegen. Das schafft die Grundlage damit Investoren neben der Rendite auch die Klima- und Sozialverträglichkeit ihrer Investition berücksichtigen können. Anders als der Rat hat das Europäische Parlament hier starke Vorschläge gemacht, wie der ganze Finanzmarkt ergrünen kann.

Nur wenn das Europäische Parlament sich in diesen beiden wichtigen Punkten durchsetzt, wird Europa zum Vorreiter für nachhaltige Finanzen.

Vor 10 Jahren wurden die Finanzmärkte mit viel Steuergeld gerettet, nun ist es an der Zeit, dass sie ihren Beitrag zur Rettung des Planeten leisten.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher