Pressemitteilung vom 21.01.2021

Nasrin Sotoudeh: Freilassung mit Nachdruck fordern

Zur Haft-Rückkehr der renommierten iranischen Menschenrechtsanwältin und Sacharow-Preisträgerin Nasrin Sotoudeh erklärt Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik:

Die erneute Inhaftierung der iranischen Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh nach einem nur dreitägigen Hafturlaub, der ihr aufgrund eines allgemein schlechten Gesundheitszustands und insbesondere einer ernsthaften Herzrhythmusstörung gewährt wurde, ist schlicht unmenschlich.

Die gnadenlose Behandlung einer Anwältin, die sich friedlich und im Rahmen des eigenen iranischen Rechtsrahmens für Frauen, Kinder und andere marginalisierte Gruppen einsetzt sowie die unzähligen Missachtungen der iranischen Behörden der fundamentalen Menschenrechte der Iranerinnen und Iraner gehören lautstark verurteilt.

Joe Bidens Amtsübernahme als U.S. Präsident muss für Europa als Gelegenheit genutzt werden, die verheerende Menschenrechtslage im Iran nicht aus den Augen zu verlieren und gemeinsam mit einem starken Partner neue Gesprächskanäle aufzubauen, um Druck auf die iranische Regierung auszuüben.

Angesichts der zahlreichen politischen Gefangenen darunter Nasrin Sotoudeh, aber auch deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die nach wie vor akut einer Corona-Infektion mit möglichen fatalen Folgen ausgesetzt sind, muss die Forderung nach ihrer unverzüglichen Freilassung an erster Stelle stehen.

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher