Pressemitteilung vom 06.09.2021

Nationaler Gipel muss dringend Lösungen für Schweinehalter vorschlagen

Zur Preiskrise auf dem Schweinemarkt und der Forderung nach Hilfsgeldern erklärt
Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

"Die Situation auf dem Schweinemarkt ist dramatisch: unglaubliche Tiefstpreise und eine extreme Strukturkrise. In den vergangenen zehn Jahren haben die Hälfte aller Schweinehalter aufgegeben. Es ist zu erwarten, das jetzt nochmal viele aufgeben müssen. Das trifft vor allem die kleinen bäuerlichen Betriebe, die wichtig sind für die regionalen Wirtschaftsstrukturen und den ländlichen Raum. Wir wollen den Umbau der Tierhaltung, das geht aber nicht mit insolventen Betrieben, sondern nur mit einer regionalen angepassten Tierhaltung.

Für die zuständige Landwirtschaftsministerin wäre also viel zu tun.  Julia Klöckner lässt die Arbeit auf ihrem Schreibtisch jedoch einfach liegen. Es fehlen die kurzfristigen Umbau- und Hilfeprogramme, insbesondere für kleine und regionale Betriebe. Die Empfehlungen des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung, der "Borchert-Kommission", müssen jetzt endlich so schnell wie möglich eingeleitet und umgesetzt werden. So lässt Frau die Bäuerinnen und Bauern alleine im Regen stehen, statt den Betrieben endlich zu helfen und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen.

Wir brauchen einen nationalen Gipfel, der die Ursachen der aktuellen Krise auf dem Schweinemarkt adressiert und schnell Lösungen aufzeigt. Jetzt müssen zusätzliche Insolvenzen abgewendet werden. Es braucht Zukunftsperspektiven für bäuerliche Betriebe und auskömmliche Erzeugerpreise für Tierwohl und Qualität."