Pressemitteilung vom 12.06.2020

Natürliche Klimaanlagen für unsere Städte

Zum Langen Tag der Stadtnatur am 13. Juni 2020 erklärt Daniela Wagner, Sprecherin für Stadtentwicklung:

„Attraktive und naturnah gepflegte Freiräume und Freiflächen beeinflussen nicht nur erheblich die optische Attraktivität von Städten, sondern bedienen das grundlegende Bedürfnis nach Erholung. Gerade für Bürgerinnen und Bürger ohne eigenen Balkon oder Garten sind öffentliche Grünflächen und Parkanlagen wichtige Orte, an denen sie sich erholen und durchatmen können. Urbane Grünflächen und Naturräume sind somit ein wichtiger Baustein für mehr Umweltgerechtigkeit in unseren Städten und Gemeinden.

Gleichzeitig können ökologisch hochwertige und diverse Grünflächen helfen, die vermehrt auftretenden Extremwetterereignisse der Klimakrise abzufedern. So wirken Grünflächen bei Starkregenereignissen wie ein Schwamm für die Wassermassen. Bei Hitzewelle übrnehmen sie dann zusammen mit Wasserflächen und Frischluftschneisen die Funktion natürlicher Klimaanlagen für unsere Städte. Die Auswirkungen von Hitzewellen werden so für Kleinkinder, ältere und kranke Menschen abgemildert, die für die genannten Gruppen besonders bedrohlich sind.

Leider sind die bisherigen Programme und Pläne der Bundesregierung unverbindlich. Dies zeigt das Beispiel Masterplan Stadtnatur, der keinen konkreten Zeitplan, keine ausreichenden Instrumente und keine Förderprogramme für die Umsetzung enthält. Wir wollen die grüne Infrastruktur in den Städten mit bis zu 800 Millionen Euro fördern und die Grünflächen und Naturerfahrungsräume im Baurecht stärken. So leisten wir einen wirklichen Beitrag zu mehr Umweltgerechtigkeit und Klimaresilienz in unseren Städten.“