Pressemitteilung vom 02.08.2018

NOAA-Bericht: US-Behörde unterstreicht Dramatik der Klimakrise

Zum Jahresbericht 2017 der US-Klimabehörde NOAA erklärt Lisa Badum, Sprecherin für Klimaschutz:

Die neuesten Forschungsergebnisse der US-Klimabehörde NOAA lassen nicht mehr nur aufhorchen, sie alarmieren nicht mehr nur, sie machen vielfach nur noch wütend angesichts des Ausbleibens wirksamer Klimaschutzmaßnahmen.

Der Bericht ist ein erschreckender Beleg dafür, dass zu viele Regierungen noch tatenlos zusehen, wie sich die Situation unseres Planeten und von über Jahrhunderte und Jahrtausende gewachsenen Ökosystemen dramatisch verschlechtert.

Zwischen 2013 und 2017 hat die Korallenbleiche weltweit lebensbedrohliche Ausmaße angenommen. Für die Korallen und die darin lebenden Meerestiere sowieso, aber auch für viele Millionen Menschen weltweit, die auf das Nahrungsmittel Fisch angewiesen sind, wird die Lage kritisch.

Ansonsten bestätigen die Forscher: Das Arktiseis schwindet zusehends, der durchschnittliche Meeresspiegel stieg mit 7,7 Zentimetern auf einen neuen Rekordwert seit Beginn der Satellitenmessung, die Treibhausgaskonzentration war noch nie so hoch wie 2017, das gleichzeitig das wärmste Jahr war, wenn die Effekte des Klimaphänomens El Niño herausgerechnet werden.

Die Weltgemeinschaft muss endlich das Ruder rumreißen und alles daran setzen, die Pariser Klimaschutzziele noch zu erreichen. Das heißt auch, dass Deutschland als trauriger Spitzenreiter beim CO2-Ausstoss aus Braunkohleverbrennung endlich die dreckigsten Kohlekraftwerke abschalten und sich vom Klimakiller Kohleverstromung verabschieden muss.

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