Pressemitteilung vom 22.08.2019

Raus aus dem Mikroplastik!

Zur heutigen Berichterstattung zum Thema Mikroplastik im Trinkwasser erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik und Umweltgesundheit:

Ohne Zweifel landet zu viel Mikroplastik in der Umwelt. Jedes Jahr gelangen rund 330.000 Tonnen Mikroplastik in Böden und Gewässer. Auch wenn weiterhin konkrete Gesundheitsgefahren nicht nachgewiesen sind: Im Sinne des Vorsorgeprinzips muss die Bundesregierung jetzt wirksame Maßnahmen ergreifen, um den Eintrag von Mikro- und Nanoplastik auf allen Eintragspfaden zu stoppen. Um mehr darüber zu erfahren, wie gefährlich Mikro- und Nanoplastik für unsere Gesundheit ist, braucht es viel mehr Forschung in diesem Bereich. Einige Studien etwa zur Belastung von Fischen mit Mikro- und Nanoplastik sind schon jetzt besorgniserregend.

Überfällig ist ein generelles Verbot von Mikroplastik in allen Kosmetikprodukten sowie in Wasch- und Reinigungsmitteln. Das muss auch für flüssiges oder gelartiges Mikroplastik gelten, das beispielsweise in Cremes, Lippenstiften oder Haarspray eingesetzt wird. Deutschland ist weiterhin das europäische Schlusslicht in Sachen Müllvermeidung. Wo viel Müll anfällt, kann auch viel Müll in die Umwelt gelangen. Wir erwarten deshalb von der Bundesregierung nach wie vor einen umfassenden Vorschlag zur Reduzierung von Plastikabfällen.

 

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