Pressemitteilung vom 07.01.2021

Richtige Anreize durch den CO2-Preis

Zum Vorschlag, Vermieter an den Kosten für den CO2-Preis zu beteiligen, erklären Dr. Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik und Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

Der Großteil aller Gebäude in Deutschland ist nach wie vor auf einem schlechten energetischen Stand. Dabei lassen sich gerade in diesem Bereich viel Energie und damit auch Heizkosten sparen. Das würde den Geldbeutel entlasten und beim Erreichen des Pariser Klimapfades helfen.

Der nun eingeführte CO2-Preis kann Anreize schaffen, um deutliche Verbesserungen zu bewirken – allerdings nur, wenn die Kosten nicht einseitig auf die Mieter:innen umgelegt werden können. Der CO2-Preis muss so eingesetzt werden, dass es sich auch für Investor:innen und Vermieter:innen lohnt zu investieren. Sie sollten den CO2-Aufschlag auf Heizkosten komplett übernehmen, um einen Anreiz zu bekommen, in energiesparende Maßnahmen oder Erneuerbare Energien zur Strom- und Wärmegewinnung zu investieren. Nur sie haben den Hebel, um die Energiewende im Gebäudesektor entscheidend voranzubringen.

Die Bundesregierung sollte Investitionen in Energiesparmaßnahmen und in eine moderne Wärmeversorgung stärker fördern, um diese Energiewende schnell voranzubringen. Wir brauchen einen Mix aus Zuschüssen und günstigen Krediten. Mit begleitenden Beratungs- und Informationsleistungen lassen sich zudem für jedes bestehende Gebäude passende Lösungen finden.

 

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