Pressemitteilung vom 22.09.2021

Saubere Luft: WHO-Leitlinien jetzt umsetzen, Gesundheit und Klima schützen

Zur Aktualisierung der Leitlinien für Luftschadstoffe durch die Weltgesundheitsorganisation erklärt Dr. Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik und Umweltgesundheit:

Mehr Einsatz für saubere Luft hilft unserer Gesundheit und dem Klima gleichermaßen. Wir müssen die neuen Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation zur schädlichen Wirkung von Luftschadstoffen ernst nehmen. Dazu zählt, dass wir die neuen Leitlinien in Deutschland und Europa konsequent umsetzen.

In Deutschland besteht akuter Handlungsbedarf. Luftverschmutzung ist weiterhin das umweltbedingte Gesundheitsrisiko Nummer Eins. Nach Berechnung der Europäischen Umweltagentur sterben hierzulande pro Jahr mehr als 70.000 Menschen vorzeitig durch Krankheiten, die durch Luftverschmutzung verursacht wurden. Alle Menschen haben ein Recht auf saubere Luft. Das ist besonders wichtig für empfindliche Personen wie Kinder, Ältere oder Menschen mit Asthma. Wenn wir sichere und komfortable Radwege statt Autobahnen bauen, den Kohleausstieg vorziehen und Autos mit E-Antrieb statt Dieselmotor fahren – dann bedeutet das immer auch gesündere Luft in der Stadt und auf dem Land.

Saubere Atemluft für alle bedeutet auch weniger Ungerechtigkeit. Menschen, die in einer günstigen Wohnung an einer vielbefahrenen Straße leben, können ihre Gesundheit schwer vor Abgasen und Lärm schützen und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit zu erkranken.