Pressemitteilung vom 11.02.2020

Situation von Mädchen besonders in den Blick nehmen

Anlässlich des internationalen Red Hand Day am 12. Februar erklären Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, und Charlotte Schneidewind-Hartnagel, Mitglied der Kinderkommission des Deutschen Bundestages:

In diesem Jahr rückt das Deutsche Bündnis Kindersoldaten die Situation von Mädchen in den Vordergrund, die in Konfliktregionen als Kindersoldatinnen rekrutiert werden. Wir begrüßen, dass dieser erschreckende Zustand endlich thematisiert wird.

Mädchen spielen in der Diskussion rund um die Rekrutierung bisher zumeist keine oder eine nur untergeordnete Rolle. Es ist wichtig, endlich auch die Situation dieser Mädchen in den Blick zu nehmen. Die Bundesregierung muss sich darum auch gezielt gegen die Rekrutierung von Mädchen als Soldatinnen, Kämpferinnen und militärische Hilfskräfte weltweit engagieren.

Kinder sind keine Soldaten. Dennoch werden sie in vielen Krisenregionen als solche missbraucht. Die verheerenden Auswirkungen traumatischer Kampf- und Kriegserlebnisse auf die Psyche dieser jungen Menschen mag man sich kaum vorstellen.

Für ein glaubhaftes internationales Engagement gegen den Missbrauch Minderjähriger als Kindersoldaten ist es wichtig, dass die Bundesregierung sich endlich dazu verpflichtet, keine Unter-18-Jährigen für die Bundeswehr zu rekrutieren. Die konsequente Einhaltung des „Straight-18“-Ziels in Deutschland ist die Voraussetzung dafür, sich auch international glaubwürdig gegen die Rekrutierung Minderjähriger einsetzen zu können.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Katja Dörner
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik