Pressemitteilung vom 11.05.2020

Steigende Kosten nicht den Versicherten aufbürden - Bundeszuschuss für die GKV erhöhen

Zu den Hochrechnungen der Krankenkassen, nach denen sich Einnahmemausfälle und Mehrkosten für 2020 auf 14 Milliarden Euro summieren, erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Gesundheitspolitik:

Die Kassenfinanzen werden in diesem Jahr nach Berechnungen der Krankenkassen ein Loch von über 14 Milliarden Euro ausweisen. Dieses gewaltige Minus setzt sich aus höheren Ausgleichszahlungen für die Krankenhäuser, Kosten für Schutzausrüstungen und Tests, Einnahmeausfälle durch Kurzarbeit und steigende Arbeitslosigkeit sowie den Kosten der Spahnschen Reformen aus der Vor-Coronazeit zusammen.

Der Zusatzbeitrag für die gesetzlich Versicherten könnte sich dadurch nahezu verdoppeln. Das ist ein verheerendes Signal in unsicherer Zeit. Darum brauchen wir einen Schutzschirm für die gesetzliche Krankenversicherung. Der Bundeszuschuss muss in diesem und im kommenden Jahr entsprechend der Corona-bedingten Einnahmeausfälle erhöht werden.

Zudem darf der Gesundheitsfonds seine Liquiditätsprobleme nicht länger auf die Krankenkassen abwälzen.

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