Pressemitteilung vom 11.12.2019

SUVs und Geländewagen: Wachsende Gefahr für den Klimaschutz

Zur Meldung, dass erstmals in einem Jahr mehr als eine Million SUVs und Geländewagen neu zugelassen wurden, erklärt Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik:

Der Boom bei SUVs und Geländewagen ist die Folge einer verfehlten Verkehrspolitik der Bundesregierung und falscher Prioritäten der Autohersteller. Die Autobauer bieten SUVs und Geländewagen in vielen Preisklassen an, während man bezahlbare E-Autos oft vergeblich sucht. Über einen SUV-Boom darf man sich nicht wundern, wenn die Autoindustrie ein Modell nach dem anderen in die Verkaufsräume bringt. Autohersteller, die ihr Portfolio auf solche Klimakiller ausrichten, torpedieren den Klimaschutz.

Um die ausufernden Zulassungszahlen von SUVs und Geländewagen in den Griff zu bekommen, brauchen wir endlich eine höhere Kfz-Steuer für schwere Spritschlucker, mit der die Kaufprämie für abgasfreie und insbesondere kleine E-Autos gegenfinanziert werden soll. In die Dienstwagensteuer muss eine CO2-Komponente eingebaut werden, denn nur so werden kleinere und spritsparende Fahrzeuge attraktiver.

Zudem beanspruchen Fahrzeuge, die immer schwerer und breiter werden, deutlich mehr Flächen in den Städten. SUVs und Geländewagen sind eine wachsende Gefahr für die Verkehrssicherheit. Wo solche Boliden halb auf dem Gehweg stehen, weil sie nicht mehr auf die Parkplätze passen, leidet die Lebensqualität und werden Fußgänger behindert.

Hier müssen die Ordnungsämter durchgreifen. Unsere Städte brauchen mehr Platz für Fahrräder und Fußgänger, nicht für große PS-Schlitten.

 

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