Pressemitteilung vom 21.05.2019

Tag der Biologischen Vielfalt - Verheerendes Artensterben stoppen

Zum Tag der Biologischen Vielfalt erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Der Bericht des Weltartenschutzrates (IPBES) zum globalen Artensterben hat klar gemacht: Wir befinden uns inmitten eines gefährlichen Massenaussterbens von Tieren und Pflanzen, das es seit dem Existenzbeginn der Menschheit noch nicht gegeben hat. Eine Million Arten sind in den nächsten Jahren und Jahrzehnten davon bedroht, ausgerottet zu werden – das ist jede achte Art.

Damit wir das Artensterben endlich stoppen, muss jetzt gehandelt werden. Wir brauchen ein Nothilfeprogramm für den Erhalt unserer biologischen Vielfalt. Dazu gehören sofortige Investitionen zum Erhalt und zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten, Mooren, Streuobstwiesen und weiteren für die Biodiversität notwendigen Strukturelementen.

Und allen voran müssen die naturschädigenden Subventionen im Rahmen der EU-Agrarpolitik ein Ende haben. Öffentliches Geld darf nur noch für öffentliche Leistungen im Klima-, Natur -, Umwelt- und Tierschutz ausgeben werden. Es ist absurd, dass die Naturzerstörung in jedem Jahr mit Milliarden subventioniert wird.

Bereits 2007 hat das Bundeskabinett beschlossen, das Artensterben bis 2020 zu stoppen. Das Ziel wird die Bundesregierung krachend verfehlen. Der Zustand der biologischen Vielfalt hat sich in Deutschland seit Regierungsantritt rapide weiter verschlechtert. Es wurde keine einzige der notwendigen wichtigen Maßnahmen zum grundsätzlichen Stoppen des Artensterbens angepackt. Wir brauchen endlich weitreichende politische Entscheidungen und zwar noch in diesem Jahr.

Steffi Lemke

Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik