Pressemitteilung vom 13.09.2019

Tag des Regenwaldes: Zerstörung der weltweiten Tropenwälder ist eine Katastrophe von globalem Ausmaß

Zum morgigen Tag der Tropenwälder erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Wie sehr die Tropenwälder unseres Planeten aktuell durch Brandrodungen, Abholzung und Baumaßnahmen zerstört werden, ist eine Katastrophe von globalem Ausmaß. Denn für den Artenschutz und unser Klima haben die Tropenwälder mit ihrem einzigartigen Reichtum an Tieren und Pflanzen und ihrer Fähigkeit klimaschädlichen Kohlenstoff zu speichern eine fundamentale Bedeutung.

Deswegen brauchen wir eine Politik, die diese überlebenswichtigen Wälder nicht länger einem ausufernden Konsumhunger opfert, sondern der weltweiten Waldzerstörung einen Riegel vorschiebt. Wir müssen die Wälder unseres Planeten als Bollwerk gegen die Erderhitzung, Hort der Artenvielfalt und Heimat vieler indigener Bevölkerungsgruppen erhalten.

Klar ist daher auch: Das Mercosur-Abkommen zwischen der EU und Staaten in Südamerika, das die massive Abholzung des Amazonas nur noch weiter vorantreiben würde, darf es so nicht geben. Das Abkommen wie es im Moment auf dem Tisch liegt, ist ein Freifahrtschein für noch mehr Waldzerstörung.

Die EU muss außerdem verbindliche entwaldungsfreie Lieferketten und somit einen Importstopp für waldzerstörende Produkte beschließen. Dies bedeutet einen Importstopp unter anderem von Agrarprodukten aus gerodeten Gebieten des Amazonas, wie beispielsweise Soja und Rindfleisch, sowie von Palmöl aus dem indonesischen Regenwald.

Auch die Agrarwende und eine Abkehr von einer Massentierhaltung, die am Tropf der Soja-Importe hängt, hin zu eine tier- und umweltfreundliche Landwirtschaft sind unverzichtbare Voraussetzungen, um Tropenwälder zu schützen. Statt Billigfleisch auf Kosten der Umwelt brauchen wir eine nachhaltige Landwirtschaft und eine flächengebundene Tierhaltung.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik