Pressemitteilung vom 16.07.2019

Tariffreie Zone Amazon geht zulasten der Beschäftigten

Zu den Streiks der Gewerkschaft ver.di an mehreren Amazon-Standorten anlässlich des „Amazon Prime Day“ am 15. und 16. Juli erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

Die tariffreie Zone Amazon geht zulasten der Beschäftigten und verschärft gleichermaßen die Konkurrenz im Einzelhandel. Beides ist nicht akzeptabel. Die Geschäftspraxis von Amazon passt auch nicht zum Prinzip der Sozialpartnerschaft, wie es in Deutschland üblich ist. Dazu gehört es, mit Gewerkschaften Tarifverträge auszuhandeln und sich auf gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne zu einigen. Solange Amazon keine Kehrtwende vollzieht, sind deshalb die Streiks der Beschäftigten richtig und die logische Konsequenz. Denn ein Tarifvertrag würde endlich regelmäßige Lohnerhöhungen, Urlaubsansprüche, Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie gesunde Arbeitsbedingungen garantieren.

Amazon ist der weltgrößte Versand- und Onlinehändler, der in Deutschland satte 20 Milliarden Dollar Umsatz macht. Diesen Erfolg ermöglichen die Beschäftigten mit ihrer guten und engagierten Arbeit. Für diese Leistung haben die Beschäftigten nicht nur höhere Löhne und gute Arbeitsbedingungen, sondern auch Respekt und Anerkennung in Form eines Tarifvertrags verdient. 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher