Pressemitteilung vom 02.06.2020

Umbau zum krisenfesten Wald

Zur Warnung vor erhöhter Waldbrandgefahr durch die EU erklären Harald Ebner, Sprecher für Waldpolitik, und Irene Mihalic, Sprecherin für Innenpolitik:

Bäume sind unsere Verbündeten im Kampf gegen CO2 – doch sie brauchen dringend unsere Hilfe. Der Regen bleibt aus. Die Bäume verdursten oder sind von Waldbränden bedroht. Bereits jetzt verzeichnen wir mehr als 200.000 Hektar Schadwald, durch das trockene Frühjahr werden es noch mehr. Bei den bisherigen Niederschlägen droht das dritte Dürre-Jahr in Folge – und die Bundesregierung steuert nicht um: Neben endlich konsequentem Klimaschutz müssen unsere Wälder und unsere Waldwirtschaft klimaresilienter werden.

Die Klimakrise bedroht massiv den Waldreichtum Deutschlands. Wir brauchen einen Klimaplan für den Wald. Die Bundesregierung hätte spätestens nach dem Dürresommer 2018 einen solchen auf den Tisch legen müssen, aber die neue Waldstrategie lässt weiter auf sich warten. Wo bleibt die Strategie der Bundesregierung, den weniger fallenden Niederschlag künftig in der Fläche zu halten, statt weiterhin auf flächige Entwässerung zu setzen?

Neben umfassenden Schritten zur Reduktion von Treibhausgasen und wirksamen Maßnahmen gegen die Ursachen der Klimakrise gilt es auch, Mensch und Umwelt im Brandfall konkret zu schützen. Daher brauchen wir auch schnellstens eine Stärkung der Waldbrandbekämpfungsmöglichkeiten am Boden und aus der Luft, um das Schlimmste zu verhindern. Hierzu zählt insbesondere die Anschaffung von entsprechenden Hubschraubern oder Löschflugzeugen, die in das europäische Katastrophenschutzverfahren und „rescEU“ eingebunden werden sollten.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Harald Ebner
Sprecher für Waldpolitik Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik