Pressemitteilung vom 15.10.2020

Und die KMK bewegt sich doch

Zu den Plänen der Kultusministerkonferenz für mehr Einheitlichkeit der Bildung erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Bildungspolitik:

Es scheint, als wollten die Mitglieder der Kultusministerkonferenz den Ruf des Bildungsföderalismus, der in Pandemiezeiten noch weiter gelitten hat, mit Macht aufpolieren. Die Ländervereinbarung regelt endlich brennende Themen wie Qualitätsentwicklung und Vergleichbarkeit der Bildung, das war schon lange überfällig.

Die Einrichtung einer Ständigen Wissenschaftlichen Kommission ist die Antwort auf die Idee eines Nationalen Bildungsrats, dessen Einrichtung Ministerin Karliczek leider vom Start weg versemmelt hat. Jetzt hat die KMK das Heft selbst in die Hand genommen, die Bundesministerin bleibt außen vor. Es ist zu hoffen, dass die Kommission so erfolgreich arbeitet, dass die Befristung der Kommission in eine ständige Einrichtung münden kann. Denn für die Weiterentwicklung unseres Bildungssystems ist es dringend notwendig, Strategien zu entwickeln, die wissenschaftlich unterfüttert sind.

Bei all der Erleichterung darüber, dass die KMK endlich überfällige Themen angeht: Maßstab wird die Umsetzung der jeweiligen Maßnahmen sein. Angesichts der Erfahrungen aus der Vergangenheit ist da eine gesunde Skepsis durchaus angebracht.

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Margit Stumpp MdB
Margit Stumpp
Sprecherin für Bildungspolitik Sprecherin für Medienpolitik