Pressemitteilung vom 14.07.2020

Visa-Neuregelung in den USA: Studierende dürfen nicht zum Spielball werden

Zu den Plänen der US-Regierung, internationalen Studierenden das Visum zu entziehen, die vorerst an ihren Universitäten nur noch an Online-Kursen teilnehmen, erklären Claudia Roth, Sprecherin für Auswärtige Kulturpolitik, und Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule:

Wir begrüßen, dass sich die Bundesregierung gegenüber den USA für deutsche Studierende einsetzen will, denen wegen der Corona-Pandemie die Ausweisung droht. Es darf nicht sein, dass in einer Pandemie, die in unterschiedlichen Wellen die Welt erfasst, Studierende zum politischen Spielball werden, und sie mangels Präsenzunterricht an den Hochschulen ihren Status verlieren. Ein Studium ist mehr als aus der Ferne Online-Vorlesungen zu verfolgen, ein Studium, gerade im Ausland, ist die Zeit, neue Erfahrungen in fremder Umgebung zu machen und den eigenen Horizont zu erweitern.

Mit Blick auf den Semesterbeginn in wenigen Wochen brauchen die Studierenden die Sicherheit, ihr Studium in den USA fortsetzen zu können. Wir erwarten, dass sich Außenminister Maas und Bildungsministerin Karliczek mit Nachdruck um eine Klärung bemühen, damit sowohl „Free-Mover“ als auch Stipendiatinnen und Stipendiaten von DAAD und anderer Mittlerorganisationen ihren Auslandsaufenthalt antreten können. Internationale Beziehungen und Netzwerke leben davon, dass sie sich auch in Krisenzeiten bewähren und verlässlich sind.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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Claudia Roth
Bundestagsvizepräsidentin Sprecherin für Auswärtige Kulturpolitik
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Kai Gehring
Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule