Pressemitteilung vom 25.11.2020

Weiter steigende Immobilienpreise

Zu den Rekordzahlen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Immobilienpreise erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

Der ungebremste Preisanstieg bei Wohnimmobilien ist alarmierend. Wohnen als soziales Grundbedürfnis wird für immer mehr Menschen im Land zum Problem. Die Corona-Krise bringt weite Teile des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens zum Stillstand. Die Immobilienpreis-Explosion stoppt die Pandemie jedoch nicht. Mieten und Immobilienpreise kennen auch jetzt nur eine Richtung – nach oben.

Diese fatale Entwicklung belegt auch eine verfehlte Wohnungspolitik dieser Bundesregierung. Die Bundesregierung muss vor allem den Kommunen endlich wirksame Instrumente an die Hand geben, um gegen die Wohnpreis-Krise vorzugehen. Dazu gehört die rechtliche Absicherung von Baugeboten, damit wertvolle Flächen vor Ort zu vernünftigen Preisen für das Wohnen erschlossen werden können. Das kommunale Vorkaufsrecht muss zeitlich und inhaltlich ausgeweitet werden, damit die Städte und Gemeinden selbst zum Akteur auf überhitzten Wohnungsmärkten werden können.

Hier muss die Baugesetzbuch-Novelle noch nachgeschärft werden. Vor allem aber muss sie jetzt endlich beraten und im Bundestag verabschiedet werden, bevor sie in der Großen Koalition noch weiter zerrupft wird.