Pressemitteilung vom 11.10.2018

Welthunger-Index macht deutlich: fehlende Politikkohärenz befeuert Hunger weltweit

Zur Vorstellung des Welthunger-Index 2018 erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Der Bericht macht deutlich, wie wichtig konsequentes und kohärentes politisches Handeln wäre, um gegen den Hunger und die Perspektivlosigkeit vorzugehen, welche Millionen Menschen zur Flucht zwingen. Statt im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu handeln schiebt die Bundesregierung den Klimaschutz auf die lange Bank und verkauft weiter Waffen in Krisengebiete. Sehenden Auges zerstört das schon heute die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen und schafft Hunger und Leid. Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit müssen dann die Probleme ausbügeln, die inkohärente Politik schafft.

Auf internationaler Ebene stellt die Bundesregierung den Kampf gegen den Hunger immer wieder hinter anderen Interessen zurück. Die Bundesregierung versagt wichtigen internationalen Konventionen wie der Kleinbauernerklärung der Vereinten Nationen die Unterstützung. Statt weiterhin den Konzerninteressen großer Agrarunternehmen zu dienen, muss die Bundesregierung endlich mit einer nachhaltigen Handels- und die Agrarpolitik faire Chancen schaffen. würden. Wenn die Bundesregierung nicht endlich umdenkt, bleibt der Kampf gegen den Hunger  ein Kampf gegen Windmühlen.

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