Pressemitteilung vom 18.08.2019

Welttag der humanitären Hilfe

Zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August erklärt Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe:

Dieser Tag stellt das einzigartige Engagement der humanitären Helferinnen und Helfer in den Vordergrund, die weltweit und an vorderster Front Menschen in Not beistehen. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für mehr Menschlichkeit, für Frieden und Sicherheit. Ihnen Allen gilt heute unser Dank.

Mehr Aufmerksamkeit für ihre Arbeit ist dringender nötig als je zuvor. Im Jahr des 70. Geburtstags der Genfer Konventionen, die internationale Grundregeln für bewaffnete Konflikte festlegen, ist der Zugang für humanitäre Helferinnen und Helfer zu notleidenden Menschen, insbesondere in Krisensituationen, schwerer denn je. Häufig werden Helferinnen und Helfer selbst angegriffen, politisch instrumentalisiert, oder ihre Arbeit wird blockiert.

Verstöße gegen das Mindestmaß an Menschlichkeit haben oft katastrophale Folgen wie Hungersnöte oder Krankheitsausbrüche. Daher gilt es, die Standards der Genfer Konventionen konsequent einzufordern und Verstöße zu verfolgen.

Zudem brauchen humanitäre Helferinnen und Helfer mehr Unterstützung mit Blick auf neue Bedrohungssituationen. In immer mehr Konflikten und auch nachdem die akuten Krisenphasen geendet haben, wird insbesondere gegenüber Frauen und Kindern sexuelle Gewalt gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Um Opfer solcher Gräueltaten zu betreuen, braucht es mehr Sensibilisierung und Schulung im geschlechter-sensiblen Umgang mit solchen Verbrechen, deren Ursachen vielfach in ungleichen Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern liegen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Margarete Bause
Sprecherin für Menschenrechtspolitik Sprecherin für humanitäre Hilfe