Pressemitteilung vom 16.06.2020

Wissen was drin ist? Fehlanzeige!

Anlässlich der heute vorgestellten Studie des AOK-Bundesverbandes zur Ernährungskompetenz in Deutschland erklärt Renate Künast, Sprecherin für Ernährungspolitik:

Die Studie des AOK-Bundesverbandes zeigt, mit der Ernährungskompetenz in Deutschland ist es nicht weit her. Das muss sich ändern. Besonders, weil zugleich die Zahl von ernährungsbedingten Krankheiten wie Diabetes und Co. wirklich besorgniserregend ist. Eine bessere Ernährungsbildung ist daher notwendig, aber sie reicht definitiv nicht aus.

Was wir vor allem brauchen, ist ein Ordnungsrahmen, der ein besseres und gesünderes Angebot der Ernährungsindustrie zur Folge hat. Dazu gehören verbindliche und wissenschaftlich begründete Reduktionsziele für Zucker, Salz und Fett in Fertiglebensmitteln und eine EU-weite verpflichtende Nährwertkennzeichnung in Form des Nutriscore. Steuerliche Anreize gegen zu viel Zucker in Limos und Kinderlebensmitteln leisten ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur gesünderen Ernährung. Andere Länder haben hier bereits gute Erfahrungen gemacht. Die Gemeinschaftsverpflegung von der Kita bis zum Krankenhaus muss auf regionale und saisonale Produkte ausgerichtet werden.

Die Bundesregierung hat viel zu lang auf die Freiwilligkeit der Wirtschaft gebaut. Jetzt ist es Zeit für Verbindlichkeit. Denn nur so schaffen wir eine Ernährungswende!

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Renate Künast
Sprecherin für Ernährungspolitik Sprecherin für Tierschutzpolitik