Statement 15.04.2016

Agnieszka Brugger zu posttraumatischen Belastungsstörungen bei Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr

Zu posttraumatischen Belastungsstörungen bei Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr erklärt Agnieszka Brugger, Sprecherin für Sicherheitspolitik und Abrüstung:

"Es ist sehr besorgniserregend, dass immer mehr Soldatinnen und Soldaten seelisch verwundet aus dem Einsatz zurückkehren. Dass die Bundeswehr sie dann noch bis zu einem halben Jahr mit ihren seelischen Verwundungen alleine lässt, ist absolut nicht akzeptabel. Denn ohne eine schnelle Behandlung wird das Leid in vielen Fällen noch verschlimmert. Die Fürsorgepflicht der Bundeswehr beginnt jedoch auch schon bevor Soldatinnen und Soldaten in gefährliche Auslandseinsätze geschickt werden. Die Verteidigungsministerin muss dafür sorgen, dass die Soldatinnen und Soldaten vor, während und nach dem Einsatz fürsorglich und verantwortungsvoll begleitet werden. Dafür müssen die Verfahren der Früherkennung und Vorsorge, aber auch bei der Behandlung und Entschädigung bei seelischer Verwundung schnellstmöglich im Sinne der Soldatinnen und Soldaten verbessert werden. "

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