Statement 28.04.2016

Franziska Brantner zum Armutsrisiko von Alleinerziehenden

Zu veröffentlichen Zahlen über den Anstieg des Armutsrisikos von alleinerziehenden Eltern erklärt Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

" Die Zahlen sind alarmierend. Das Armutsrisiko Alleinerziehender ist weiter gestiegen. Nach den Zahlen von MDR Exakt beziehen fast 600.000 Alleinerziehende mit rund 1 Million Kinder Hartz IV - und dies trotz guter Bildungsabschlüsse. Die Bundesregierung sieht aber seit Jahren tatenlos zu. Alleinerziehende leisten jeden Tag unfassbar viel. Sie und ihre Kinder brauchen daher unsere besondere Unterstützung, um dem Teufelskreis der Armut zu entkommen. Neben ausreichenden und guten Kitaplätzen, sind Reformen des Kinderzuschlags und des Unterhaltsvorschusses dringend nötig. Darüber hinaus lehnen wir die geplante Hartz IV Reform für getrennt lebende Eltern ab: Wenn Kinder in zwei Haushalten leben fallen nicht weniger Kosten an sondern häufig doppelt so viele. Statt weiterer Kürzungen ist hier ein Umgangs-Mehrbedarf notwendig."

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