Statement 24.08.2016

Anton Hofreiter zu Vorschlägen von Hendricks für eine stärkere Regulierung der Massentierhaltung

Zu den Vorschlägen von Umweltministerin Hendricks für eine stärkere Regulierung der Massentierhaltung erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender:

„Es ist begrüßenswert, dass die SPD endlich aufgewacht ist und erkannt hat, dass es bei dem Thema um deutlich mehr geht als um Currywurst. Wir brauchen einen Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung, denn sie schadet unserer Gesundheit und unserer Umwelt und verursacht millionenfaches Tierleid.

Frau Hendricks greift Vorschläge auf, die wir Grüne seit langem einfordern. Die Megamastanlagen müssen eingedämmt werden. Die Privilegierung von Tierfabriken und Genehmigungs-Trickserei müssen ein Ende haben. Der Immissionsschutz muss gestärkt und unser Grundwasser geschützt werden. Anwohnerinnen und Anwohner brauchen mehr Mitbestimmungsrechte gegen neue Megaställe. Damit es den kleinen und mittleren Bäuerinnen und Bauern wieder besser geht, muss die unfaire Privilegierung und Subventionierung von Großbetrieben beendet werden.

Frau Hendricks bleibt jedoch den Beweis schuldig, dass ihr Vorstoß mehr ist als ein Wahlkampfmanöver. Sie muss mit ihren Plänen noch an Minister Massentierhaltung, Christian Schmidt, vorbei. Widerstand ist sicher: Die Union und die Agrarlobby setzen weiter auf das gescheiterte System „immer mehr, immer billiger“.

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