Statement 05.08.2016

Uwe Kekeritz zur Oxfam-Studie/Entwicklungshilfen im Agrarbereich

Zur Studie von Oxfam, wonach von der Entwicklungshilfe der Bundesregierung im Agrarbereich vor allem deutsche Großkonzerne profitierten, erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

„Die Oxfam-Studie zeigt: Anstatt Lösungen für 800 Millionen hungerleidende Menschen zu suchen, leistet auch Minister Müller Exporthilfe für Bayer, BASF & Co.. Müllers „Grüne Innovationszentren“ folgen den selben Ansätzen, die sich bereits in Dirk Niebels German Food Partnership für untauglich erwiesen haben.

Zwischen Entwicklungsminister Müllers Sonntagsreden und der Wirklichkeit liegen Welten. Auf dem Papier werden „produktneutrale Schulungen“ versprochen. Im Feld machen Bayer, BASF & Co. steuersubventionierte Werbung für ihre Pflanzengifte und Kunstdünger.

Der Fokus auf größere Betriebe und „moderne Technologien“ ist vor allem für Bayer, BASF & Co. lukrativ. Hunger und Mangelernährung lassen sich nicht durch teures, importiertes Saatgut bekämpfen. Kleinbauern werden durch diese finanziellen Abhängigkeiten ruiniert.“

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