Statement 21.12.2016

Dr. Franziska Brantner zum Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF)

Zum Beschluss der Bundesregierung, das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) personell zu stärken und mit mehr Befugnissen auszustatten, erklärt Dr. Franziska Brantner, Vorsitzende des Unterausschusses Zivile Krisenprävention:

"Endlich trägt die Bundesregierung der Tatsache Rechnung, dass zivile Expertinnen und Experten, die sich in internationalen Kriseneinsätzen engagieren und dabei nicht selten ihr Leben riskieren, auch anständige Arbeitsverträge und -bedingungen brauchen. Jetzt muss bei der Umsetzung der Reform aber darauf geachtet werden, dass diese Fachleute auch ihren Fähigkeiten entsprechend eingruppiert werden und den vollen arbeits- und versicherungsrechtlichen Schutz genießen. Nur so besteht die Voraussetzung, dass sich auch erfahrene Personen den Aufgaben stellen und entsprechende Führungspositionen einnehmen. Diesen qualitativen Unterschied zum bisherigen Sekundierungsgesetz muss die Reform leisten, sonst ist der Anspruch dieser Bundesregierung, international mehr Verantwortung zu übernehmen, wenig wert. Die Reform ist auch deswegen überfällig, weil Deutschland immer noch viel zu wenige Experten in UN-Missionen entsendet. Wir können und müssen mehr zur Verhütung gewaltsamer Konflikte tun."

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