Statement 13.12.2016

Franziska Brantner zur Weiterverfolgung des Familiengeldvorschlages durch Ministerin Schwesig

Zu den heutigen Äußerungen von Ministerin Schwesig ihren Vorschlag eines Familiengeldes weiter zu verfolgen, erklärt Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

„Familien brauchen mehr Zeit und müssen bei der partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit unterstützt werden.

Schwesigs Vorschlag eines Familiengeldes wird diesen Zielen aber nicht gerecht: Mit dem engen Korridor von 80 bis 90 Prozent einer Vollzeitstelle, den beide Elternteile gleichzeitig erreichen müssen, wird es für viele Familien vollkommen unpraktikabel. Darüber hinaus fehlt für diesen Vorschlag weiterhin eine konkrete Gesetzesvorlage. Frau Schwesig sollte nicht weiter an ihrem Ruf als Ankündigungsministerin arbeiten. Für uns Grüne ist es Zeit für eine Abkehr von alten Rollenmustern: Wenn Mütter schneller und mit mehr Stunden wieder in das Erwerbsleben einsteigen möchten, dann brauchen sie die Unterstützung der Väter im Haushalt und bei der Kindererziehung. Wir wollen daher mit der KinderZeitPlus Hilfe für alle Eltern leisten‎: 24 Monate lang, jeweils 8 Monate für Vater und Mutter und weitere 8 aufteilbar zwischen den beiden oder 24 Monate komplett für Alleinerziehende, auch über das erste Lebensjahr des Kindes hinaus. Die KinderZeitPlus ist flexibel und hat kein enges Stundenkorsett: wer zum Beispiel um ein Fünftel seine Arbeit reduziert, erhält fünfmal so lange KinderZeitPlus.“

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