Statement 09.02.2016

Franziska Brantner zum Elternnachzug von Flüchtlingskindern

Zu den Vorschlägen von Minister Gabriel, Einzelfallprüfungen in Bezug auf den Elternnachzug von Flüchtlingskindern vorzunehmen, erklärt Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

„Gabriels Vorschlag zur Einzelfallprüfung ist Makulatur. Die UN-Kinderrechtskonvention gilt für alle Kinder. Das weiß auch Sigmar Gabriel. Sein Vorschlag zeugt vom Chaos in der SPD und spiegelt das totale Durcheinander in der Koalition wieder. Auch die Union will von der UN-Kinderrechtskonvention nichts mehr wissen und verstößt damit gegen geltendes Recht. Deren Befürchtung, dass noch mehr Kinder kommen könnten, um ihre Eltern nachzuholen, ist fadenscheinig. Ihre Politik treibt die Kinder doch allein auf den Weg. Wir brauchen dringend jetzt und nicht in ferner Zukunft Kontingente für Familien, damit Kinder nicht ohne Eltern die lebensgefährliche Flucht nach Europa antreten, weil ihre Väter sie nicht mehr nachholen dürfen oder weil das Geld fehlt, um die Schlepperkosten für Eltern und Kinder zu zahlen.“

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