Statement 18.02.2016

Friedrich Ostendorff zu Milchmengenregulierung/Direkthilfen

Zur Debatte um Milchmengenregulierung und den angekündigten Direkthilfen für notleidende Landwirtschaftsbetriebe erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Landwirtschaftspolitik:

„Die Bereitstellung von neuen Direkthilfen ist notwendig. Wir begrüßen das. 13 Millionen sind allerdings ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir fürchten, wir müssen uns darauf einstellen, noch mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Es reicht nicht, Gelder einfach an die Betriebe zu verteilen. Wir sollten künftige Mittel, auch Direkthilfen, an eine Verringerung der Milchanlieferung binden, um die Ursachen der Krise zu bekämpfen - und die liegt in der überschüssigen Menge auf dem Markt.

Minister Schmidt muss sich in Brüssel für weitere Programme einsetzen und darf sich nicht den sinnvollen Vorschlägen Frankreichs nach einer Mengenregulierung verweigern.

Die Molkereien stehen in der Verantwortung. Die Schweizer Emmi-Molkerei ist dem guten Beispiel von Friesland-Campina gefolgt und hat selbst Bonusprogramme zur Verringerung der Milchanlieferung aufgelegt. Hier müssen jetzt dringend weitere Molkereien nachziehen.“

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