Statement 06.07.2016

Franziska Brantner zur Bertelsmann Studie „Alleinerziehende unter Druck“

Zur heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung „Alleinerziehende unter Druck“ erklärt Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

„Alleinerziehende werden von der Regierung alleingelassen. Gerade gegenüber dieser Familienform sind die aktuellen Regeln besonders strikt: Statt Unterstützung gibt es für sie nur ganz kleines Karo. Beim Unterhaltsvorschuss wird zum Beispiel das gesamte Kindergeld angerechnet, obwohl es beim zu ersetzenden Unterhalt nur hälftig angerechnet wird. Auch die zeitliche Begrenzung ist nicht erklärbar. Das Sozialgeld müssen sich die Elternteile im Hartz IV-Bezug teilen, wenn ihre Kinder Zeit bei beiden verbringen. Dabei braucht es in solchen Situationen mehr und nicht weniger Geld. Es gibt dann schließlich zwei Zahnbürsten, zwei Betten – und nicht immer den großen Reisekoffer. Dabei leisten sie so viel und verdienen volle Unterstützung. Die Bundesregierung muss endlich Gesetze für Alleinerziehende machen. Hierzu gehören die Einführung eines Umgangsmehrbedarfs und Reformen beim Unterhaltsvorschuss und dem Kinderzuschlag.“

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