Statement 18.07.2016

Özcan Mutlu zum Bericht der WADA zu Doping in Russland

Zur Veröffentlichung des Berichts der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), der Belege für staatlich gesteuertes Doping in Russland vorlegt, erklärt Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik:

„Nach all den Doping- und Korruptionsenthüllungen im internationalen Sport überrascht fast gar nichts mehr. Der heute veröffentlichte Bericht zur Rolle des russischen Geheimdienstes bei der Vertuschung von Doping während der Olympischen Winterspiele in Sotschi bestätigt nun aber, was klang wie ein fiktiver Agentenkrimi. Russland verhöhnte durch seine Aktivitäten in Sotschi nicht nur das weltweite Antidopingsystem, sondern tritt die Idee fairer Spiele mit Füßen. Das sprengt jeden olympischen Gedanken und ist ein Angriff auf Sportler und Trainer, die tagtäglich hart und auf ehrliche Art und Weise an der Verbesserung ihrer Leistung arbeiten, aber auch auf Zuschauer und Geldgeber. Es stellt sich die Frage, ob ein solches Land durch derartige Aktivitäten seine Teilnahme an und das Recht der Austragung von sportlichen Großveranstaltungen nicht verwirkt hat.“

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