Statement 23.06.2016

Beate Müller-Gemmeke zum Ausbau der Tarifbindung

Zu Plänen der Bundesregierun für einen Ausbau der Tarifbindung erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte:

„Die Tarifbindung muss tatsächlich gestärkt werden. Wenn aber die Bundesregierung für eine höhere Tarifbindung das Arbeitszeitgesetz zur Disposition stellt, dann lehnen wir das strikt ab. Der Preis wäre zu hoch, denn solch ein Deal geht einzig und allein zu Lasten der Beschäftigten und deren Gesundheit. Notwendig wäre vielmehr eine Reform, damit Tarifverträge und branchenspezifische Mindestlöhne leichter allgemeinverbindlich erklärt werden können. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit in der Leiharbeit ist eine weitere wichtige Maßnahme. Sie würde die Gewerkschaften stärken und auf längere Sicht die Tarifbindung wieder erhöhen.“

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