Statement 15.06.2016

Katrin Göring-Eckardt zum BGH-Urteil zu gleichgeschlechtlicher Elternschaft

Zum Urteil des Bundesgerichtshofes, dass deutsche Standesämter gleichgeschlechtliche Paare als rechtliche Eltern anerkennen müssen, wenn diese nach ausländischem Recht ein gemeinsames Kind haben, erklärt Katrin Göring‑Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Es gleicht schon fast einem Ritual: Erneut geben die Gerichte den Takt für die rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien vor, während die große Koalition untätig bleibt. Es ist unerklärlich, worauf Union und SPD eigentlich warten. Wiederholt findet ein Gericht sehr klare Worte, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften genauso behütet aufwachsen, wie in der Ehe. Es ist an der Zeit, dass sich die große Koalition dieser gesellschaftlichen Realität endlich stellt und aufhört, Regenbogenfamilien zu ignorieren. Es ist an der Zeit, ein Zeichen der Akzeptanz zu setzen, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen und die gemeinsame Adoption auch für lesbische und schwule Paare zu ermöglichen.„

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