Statement 04.05.2016

Matthias Gastel zur Sondersitzung des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG

„Die Aufsichtsratssitzung ist der vorläufige Endpunkt eines jahrelangen Expansionskurses des Bahn-Konzerns. Ergebnis dieser weltweiten Shoppingtour im internationalen Logistikmarkt sind Verbindlichkeiten in einer Größenordnung, die an den Schuldenstand zur Bahnreform von 1994 erinnern. Von der Rückbesinnung auf das Kerngeschäft nur zu reden, hilft den Fahrgästen nicht. Entscheidend sind die richtigen Konsequenzen. Entweder sollten Arriva und Schenker einen stärkeren Beitrag zum Kerngeschäft liefern und im Konzern bleiben oder man trennt sich langfristig komplett von beiden Konzerntöchtern. Mit einer Teilprivatisierung von Schenker und Arriva verbindet man lediglich die Nachteile beider Lösungen: Man lässt Aktionäre die Geschäftspolitik der Deutschen Bahn mitbestimmen, muss die Dividenden teilen und bläht den unüberschaubaren Konzern noch weiter auf.“

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