Statement 25.05.2016

Tabea Rößner zum Posten des Direktors der Landesanstalt für Medien in NRW

Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik, zum Vorschlag der Findungskommission, Dr. Tobias Schmidt für den Posten des Direktors der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen vorzuschlagen:

Es ist verwunderlich, dass eine öffentliche Debatte über den Vorschlag der Findungskommission bislang ausblieb. Unzweifelhaft handelt es sich bei Schmid um einen medienpolitischen Experten, der insbesondere auch die Klaviatur einer digitalisierten, konvergenten Medienwelt beherrscht. Die Voraussetzungen an diese Personalie gehen allerdings darüber hinaus. Neben dem Gebot der Staatsferne, ist auch eine „Gruppenferne“ erforderlich. Bevor der Chef-Lobbyist zum Chef-Aufseher gemacht wird, sollte zumindest über eine gewisse Karenzzeit nachgedacht werden – wie in anderen Bereichen auch. Die Verantwortlichen sollten daher diese Aspekte noch einmal bei ihrer finalen Entscheidung Ende Juni berücksichtigen. In der Position des LfM-Direktors ist in Bezug auf die Medienaufsicht und -regulierung eine neutrale, dem Gemeinwohl verpflichtete Perspektive zu gewährleisten.

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