Statement 15.11.2016

Dr. Franziska Brantner zur Kita-Qualitätsoffensive

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Bund-Länder-Zwischenberichts zur Weiterentwicklung der Kitaqualität erklärt Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

"Es braucht nicht nur das Recht auf einen Kitaplatz, sondern das Recht auf einen guten und ganztägigen Kitaplatz. Der Zwischenbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe geht in die richtige Richtung. Es fehlen aber konkrete Umsetzungsschritte. Diese werden zwar für das Frühjahr angekündigt, dann ist es aber für Gesetzesänderungen in dieser Legislaturperiode reichlich spät. Das Tempo stimmt nicht - Kinder können nicht länger warten! Erzieherinnen und Erzieher brauchen jetzt mehr Zeit für die Arbeit mit den Kindern. Diese Fachkraft-Kind-Relation muss im Kinder- und Jugendhilfegesetz festgelegt werden, damit gute Bildungschancen nicht davon abhängen, ob Kinder in reichen oder armen Kommunen aufwachsen. Darüber hinaus braucht es ein Recht auf eine Ganztagsbetreuung, wenn Eltern und Kinder dies wollen. Unsere Aufgabe ist es, dass Kinder - egal ob sie neu zu uns kommen oder hier geboren sind - gute Förderung, Bildung und Betreuung bekommen. Chancengleichheit gibt es jedoch nicht zum Nulltarif und muss in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen erarbeitet werden. Der Bund muss dazu mehr Geld in die Hand nehmen als angekündigt. Die zusätzlichen 1,7 Milliarden braucht es nicht für drei Jahre sondern jährlich. Ansonsten bleiben die Ankündigungen hohle Versprechen."

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