Statement 27.10.2016

Matthias Gastel zu Schienenlärm

Zum Gesetzentwurf zur Reduktion von Schienenlärm ab 2020 erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik:

„Alexander Dobrindt hält seine vollmundigen Ankündigungen mal wieder nicht ein. Der Gesetzentwurf verbietet laute Güterwagen ab 2020 nicht, das Versprechen des Koalitionsvertrages wird nicht eingelöst. Statt eines klaren Verbots soll es lediglich Tempodrosselungen für laute Güterwagen geben. Fahren laute Güterwagen jedoch langsamer, steigt die Gefahr, dass leise Wagen und der Personenverkehr ausgebremst werden. Zudem sollen circa 6000 laute Güterwagen weit über das 2020 hinaus mit voller Geschwindigkeit über das deutsche Schienennetz donnern dürfen. So wird es nichts damit, dass die Umrüstung auf leise Güterwagen bereits heute Fahrt aufnimmt. Um die Menschen schnell vor gesundheitsgefährdendem Lärm zu schützen, müssen tatsächlich alle lauten Güterwagen auf dem gesamten deutschen Schienennetz verboten werden. Und wir brauchen eine viel stärkere Spreizung der lärmabhängigen Trassenpreise.“

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