Statement 18.10.2016

Peter Meiwald zu Verbot von Mikroplastik in Kosmetik

Nach jüngsten Berichten lehnt das Umweltministerium ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetik ab - trotz einer aktuellen BUND Studie über die Nutzlosigkeit freiwilliger Selbstvereinbarungen der Kosmetik-Industrie. Dazu erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

"Die Studie macht sehr deutlich: Angesichts der Gefahren von Mikroplastik darf sich Umweltministerin Hendricks nicht länger von den Kosmetikherstellern hinhalten lassen. Zahlreiche Körperpflegeprodukte sind nach wie vor belastet - Mikroplastik aus Peelings und Lippenstiften gelangt in Grundwasser und Meer und wird zur Gefahr für Tiere und Umwelt. Andere Länder, wie Kanada, die USA oder Großbritannien sind hier schon viel weiter. Auch die Bundesregierung muss nun ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika auf den Weg bringen. Bisher hat die Bundesregierung versucht, das Problem auszusitzen: Auf Anfrage musste das Umweltministerium eingestehen, sich auch auf europäischer Ebene nicht für mikroplastikfreie Körperpflegeprodukte eingesetzt zu haben.“

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