Statement 28.10.2016

Tabea Rößner zum Rundfunkbeitrag

Zu heutigen Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz den Rundfunkbeitrag nicht zu senken, erklärt Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik:

„Die Entscheidung, die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags beizubehalten, ist richtig. Klar ist aber auch: Nun sind echte Reformen notwendig. Die Anforderungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden immer größer, auf allen Kanälen ein vielfältiges Programm zu bieten. Das kostet aber – und zwar in der Regel nicht weniger. Neben überfälligen Reformen, die Einsparungen auf den Weg bringen, braucht es daher eine Priorisierung, wie die Kernaufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im 21. Jahrhundert aussehen sollen.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird trotz oder vielleicht sogar gerade wegen des digitalen Wandels eher an Bedeutung gewinnen. Wie er die bevorstehenden Herausforderungen bewältigen kann, muss in den nächsten Jahren dringend angegangen werden. Das Ziel muss sein, ein wirklich vielfältiges, unabhängiges und vor allem mutiges Programm zu gestalten und gleichzeitig alle gesellschaftlichen Gruppen zu erreichen – ohne die Kosten explodieren zu lassen. Dabei müssen auch die Länder ihre Hausaufgaben machen, damit etwa mehr Synergien gebildet, zusammengearbeitet werden kann. Und sie müssen, damit alle, vor allem junge Zuschauerinnen und Zuschauer, erreicht werden, die Befugnisse der Sendeanstalten für die Betätigung im Internet erweitern.“

4400973