Statement 11.10.2016

Uwe Kekeritz zum Welthunger-Index 2016

Zur Veröffentlichung des Welthunger-Index 2016 (WHI) durch das internationale Institut für Ernährung- und Entwicklungsforschung und der Welthungerhilfe, erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

"Die Fortschritte im Kampf gegen den Welthunger sind erfreulich, reichen jedoch nicht aus.  Der Welthunger-Index 2016 stuft die weltweite Lage immer noch als „ernst“ ein. Die Zahl der Hungernden hat im Vergleich zum Vorjahrsbericht nicht abgenommen. Noch immer leiden knapp 800 Millionen Menschen Hunger. Das ist inakzeptabel. Die internationale Staatengemeinschaft hatte sich erst vor einem Jahr mit der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) darauf eingeschworen, den Hunger bis 2030 beenden zu wollen. Dieses Ziel muss konsequent verfolgt werden. Eine Herausforderung - insbesondere für Schwellen- und Entwicklungsländer - ist der Klimawandel.  Klimaphänomene wie El Niño verursachten zuletzt große Ernteausfälle, besonders im südlichen und östlichen Afrika. Damit die Zahl der Hungernden und insbesondere Mangelernährten zurückgeht, muss der Zugang zu produktiven Ressourcen, wie lokal angepasstem Saatgut, Land und Wasser, für Kleinbauern erhalten werden. Unternehmen wie Bayer-Monsanto liefern kurzfristige Scheinlösungen – ökologisch nachhaltige Landwirtschaft sieht anders aus."

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