Statement 30.09.2016

Dr. Franziska Brantner zur Medizinischen Kinderschutz-Hotline

Zur heutigen Ankündigung von Ministerin Schwesig, eine «Medizinische Kinderschutz-Hotline» einzurichten, erklärt Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

"Pilotprojekte reichen nicht aus. Kinder haben das Recht, vor Vernachlässigung, emotionaler und körperlicher Misshandlung oder sexualisierter Gewalt umfassend geschützt zu werden. Nötig ist hierfür eine verbindliche Zusammenarbeit aller Akteure, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Der Vorschlag von Frau Schwesig ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Ein Pilotprojekt in Form eines Hilfetelefons geht an den Bedürfnissen aller Beteiligten vorbei. Wir Grüne fordern die engere Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendhilfe sowie dem Gesundheitswesen verbindlicher zu gestalten. Gleichzeitig soll den Akteuren im Gesundheitswesen die Möglichkeit gegeben werden, eine Qualitäts- und Vergütungsvereinbarung zu treffen. Ebenfalls ist die Einrichtung von Kinderschutzgruppen nach österreichischem Vorbild dringend notwendig, um Kindern bei Verdacht auf Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung Hilfe und Schutz anzubieten."

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